Taulesco ist eine kleine Werkstatt in Deutschland. Ich entwerfe und drucke Zubehör für die IKEA SKÅDIS Lochwand, vom ersten Entwurf am Rechner bis zum fertig verpackten Paket mache ich alles selbst.

Der Anfang - Wie alles begann

Angefangen hat alles mit meinen AirPods. Die lagen in meiner Studentenwohnung ständig irgendwo herum, mal auf dem Schreibtisch, mal auf der Fensterbank, nie am selben Platz. Genau das hat mich gestört. Ich wollte einen festen Platz für die Dinge, die ich täglich benutze. An der Wand hing eine SKÅDIS-Lochwand, aber eine passende Halterung dafür gab es nicht zu kaufen. Also habe ich mir eine gedruckt. Das war mein allererstes Teil.

Der Weg - Vom ersten Prototyp zum Shop

Die ersten Drucke waren ehrlich gesagt richtig schlecht. Ich hatte keine Ahnung von Druckprofilen, von Toleranzen, davon, wie man ein Bauteil im CAD überhaupt so konstruiert, dass es sich sauber drucken lässt. Das musste ich mir alles selbst beibringen, Fehldruck für Fehldruck. Irgendwann saß es, und ich dachte mir: Was ich gebrauchen kann, brauchen vielleicht auch andere. Aus dem Hobby neben dem Studium wurde ein Nebenjob und aus dem Nebenjob mein Vollzeitjob.

Das Sortiment - Warum SKÅDIS?

Je mehr ich über die Lochwand organisiert habe, desto deutlicher wurde: Das Angebot von IKEA genügt mir nicht. Für vieles was ich brauchte gab es schlicht kein passendes Zubehör. Also habe ich weiter für meine eigenen Bedürfnisse designt, und genau daraus ist das Sortiment entstanden.

Deshalb gibt es bei mir fast jedes Teil in vielen Größen und Farben. Eine Lochwand in der Werkstatt braucht etwas anderes als eine im Wohnzimmer, und beide sollen zum Raum passen, nicht nur funktionieren.

Ich verkaufe nichts, was ich nicht selbst kaufen oder benutzen würde.Das gilt für das Produkt an sich, denn jedes Teil im Sortiment ist aus einem echten Bedarf entstanden und nicht, weil es sich gut verkaufen könnte. Und es gilt genauso für die Qualität. Bevor etwas verpackt wird, schaue ich mir das Produkt genau an. Was mich selbst stören würde, geht nicht raus, sondern wird neu gedruckt.

Die Werkstatt - Wie hier gedruckt wird

Ich mache alles selbst: Design, Prototypen, Belastungstests, Druck, Verpackung und Versand. Alles entsteht in meiner eigenen kleinen Werkstatt, ohne Zwischenhändler. Made in Germany ist hier kein Aufkleber auf der Verpackung, sondern einfach die Beschreibung meines Arbeitsplatzes.

Gedruckt wird auf FDM-Druckern, ausschließlich mit PLA. Dabei wird das Material Schicht für Schicht aufgetragen, eine feine Lage über der anderen. Bei genauem Hinsehen erkennt man diese Schichten, und wenn man mit dem Finger darüberfährt, spürt man sie ganz leicht. Das ist typisch für dieses Verfahren und gibt den Teilen eine eigene Oberflächenstruktur, die man von Spritzgussteilen so nicht kennt.

Bei dieser Vielfalt an Größen und Farben kann ich kein Lager füllen. Größere Teile drucke ich deshalb erst, wenn deine Bestellung reinkommt. Je nach Größe dauert ein einzelnes Teil bis zu 9 Stunden. Kleinteile wie Haken und Klipps habe ich meist vorrätig, die gehen entsprechend schneller raus.

Dafür bekommst du kein Teil aus der Massenproduktion, sondern eins, das für dich gedruckt wurde.

Ausblick - Was kommt da noch?

Es bleibt nicht bei dem, was du hier gerade siehst. Wer einmal anfängt, zu Hause auf Optimierungspotenzial zu achten, sieht es plötzlich überall. Und wenn der Weg von der Idee zum fertigen Teil nur ein paar Stunden/Tage entfernt ist, hören die Ideen nicht mehr auf.

Einiges ist bereits in Planung, manches liegt schon als Prototyp bei mir herum.

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